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NeuCorr Seguros

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Versicherung für klinische Studien in Brasilien

Lokale Versicherung für klinische Studien in Brasilien für internationale Sponsoren und CROs – konform mit CEP/CONEP und dem Gesetz 14.874/2024.

Für eine klinische Studie in Brasilien wird in der Praxis eine lokal zugelassene Versicherungspolice erwartet, die den Schutz der Teilnehmer absichert. Die brasilianischen ethischen und regulatorischen Vorgaben verpflichten den Sponsor, den Teilnehmern bei jedem studienbedingten Schaden Versorgung und Entschädigung zu garantieren – und Sponsoren und CROs weisen diese Garantie in der Praxis über eine im Land ausgestellte Police nach.

Diese Seite erklärt, wie die Versicherung für klinische Studien in Brasilien funktioniert: warum die Police lokal sein muss, wer was reguliert, was sie deckt, wer versichert sein sollte und was Sie für ein Angebot brauchen. Sie richtet sich an den Sponsor, die CRO oder den Risikoverantwortlichen, der die Studie aus Deutschland, Österreich, der Schweiz oder einem anderen Land steuert.

Warum klinische Studien in Brasilien eine lokale Versicherung brauchen

Die kurze Antwort: Das CEP/CONEP-System und das Gesetz 14.874/2024 verpflichten den Sponsor, Teilnehmern bei studienbedingten Schäden Versorgung und Entschädigung zu garantieren – und diese Garantie wird in der Praxis mit einer in Brasilien ausgestellten, zugelassenen Police nachgewiesen, in der Regel vor der Ethikfreigabe.

Brasilien entwickelt sich zu einem der attraktivsten Standorte für klinische Forschung in Lateinamerika, und der Rechtsrahmen wurde gezielt modernisiert, um mehr Studien anzuziehen.

Eine lokale, in Brasilien zugelassene Police erfüllt zwei Aufgaben zugleich. Sie garantiert dem Teilnehmer medizinische Versorgung und – wo geschuldet – Entschädigung bei studienbedingten Schäden, und sie schützt die durchführenden Parteien (Sponsor, CRO, Prüfzentrum und Prüfärzte) vor den finanziellen Folgen von Ansprüchen und Rechtsstreitigkeiten. Ein einziges schweres unerwünschtes Ereignis kann Kosten verursachen, die ein Zentrum gefährden. Diese Deckung ist deshalb keine Formalität, sondern die Bedingung dafür, dass die Studie beginnen und weiterlaufen kann.

Zugelassene Police in Brasilien vs. im Ausland platzierte Police

Nach brasilianischem Versicherungsrecht müssen in Brasilien belegene Risiken als Regel bei einem Versicherer versichert werden, der zum Geschäftsbetrieb im Land zugelassen ist – dem zugelassenen Markt – unter Aufsicht der SUSEP, der Bundesaufsicht für Versicherungen. Der direkte Abschluss bei einem ausländischen, nicht zugelassenen Versicherer ist eingeschränkt und nur in bestimmten, geregelten Fällen erlaubt.

Zugelassene Police (lokal)Nicht zugelassene Police (ausländisch)
AusstellungVon der SUSEP autorisierter Versicherer, in BrasilienVersicherer ohne lokale Zulassung
Sprache und WährungPortugiesisch, brasilianische ReaisDie des Herkunftslandes
Akzeptanz durch CEP/CONEP und ZentrenDas, was in den Unterlagen erwartet wirdWird meist nicht als Nachweis der Garantie akzeptiert
Verhältnis zum Master-ProgrammWird als lokale Schicht abgestimmt (DIC/DIL)Ein Ersatz ist in der Regel nicht möglich
Wann sie in Frage kommtDie Regel für eine Studie in BrasilienEnge Ausnahmen, Einzelfall, nach geltenden Vorschriften

Vereinfachter Vergleich zur Orientierung. Ob eine nicht zugelassene Platzierung im Einzelfall möglich ist, hängt von den Umständen und den geltenden brasilianischen Vorschriften ab. Wir behandeln die Frage ausführlich in Brauchen Sie eine lokale Police für eine klinische Studie in Brasilien?.

Wer reguliert was

Eine klinische Studie in Brasilien liegt an der Schnittstelle von drei Regulierungswelten. Die Police ist das Instrument, das die den Teilnehmern geschuldete Garantie unterlegt.

  • Ethik – das CEP/CONEP-System. Die Forschungsethikkommissionen (CEP) und die Nationale Kommission für Forschungsethik (CONEP) prüfen und genehmigen Prüfpläne vor Studienbeginn und erwarten, dass die Garantie für den Teilnehmer dokumentiert ist.
  • Gesundheitsaufsicht – ANVISA. Die Behörde reguliert Studien mit Arzneimitteln und Medizinprodukten. Für Arzneimittelstudien gilt die RDC 945/2024, die die RDC 9/2015 abgelöst hat; für Medizinprodukte gilt die RDC 837/2023. Prüfen Sie immer, welche Norm für Ihren Prüfplan gilt.
  • Versicherungen – SUSEP. Sie lässt Versicherer, Rückversicherer und Makler zu, genehmigt die Produktrahmen und überwacht die Solvenz. Die lokale Police wird unter ihrer Regulierung ausgestellt.

Der Rechtsrahmen: das Gesetz 14.874/2024

2024 hat Brasilien das Gesetz 14.874/2024 erlassen, das den rechtlichen Rahmen für die klinische Forschung am Menschen im Land schuf (im Oktober 2025 durch das Dekret 12.651 geregelt). Das Gesetz richtete das Nationale System für Ethik in der Forschung mit Menschen ein und bekräftigte die Pflicht des Sponsors, Teilnehmer bei studienbedingten Schäden zu entschädigen, die damit verbundene medizinische Versorgung zu leisten und nach der Studie das Prüfprodukt bereitzustellen, wenn es die beste therapeutische Option ist.

Die Versicherung ist das übliche Instrument, um diese Garantie zu unterlegen. In der Praxis erwarten Sponsoren und Ethikkommissionen den Nachweis, dass die Garantie besteht, bevor die Studie beginnt – und eine lokal ausgestellte Police für klinische Studien ist der Standardweg, das zu belegen.

Internationale Sponsoren finden mehr in unserem Leitfaden zu Brasiliens neuem Gesetz zur klinischen Forschung. Wir verzichten hier bewusst auf die Nennung einzelner Artikel: Die anwendbaren Anforderungen sind für jede Studie zu bestätigen.

Was die Police deckt – und was geklärt werden sollte

In groben Zügen deckt die brasilianische Police für klinische Studien:

  • Gesundheitsschäden der Teilnehmer, die aus der Studienteilnahme entstehen, einschließlich der ärztlichen und Krankenhauskosten der Versorgung;
  • Entschädigungen an Teilnehmer, die im Prüfplan und in der Einwilligungserklärung vorgesehen sind;
  • Haftpflicht von Sponsor, Prüfarzt und den weiteren Versicherten gegenüber Ansprüchen Dritter im Zusammenhang mit der Studie;
  • Verteidigungskosten – Honorare und Gerichtskosten – in Verfahren, die aus solchen Ansprüchen entstehen.

Drei Klarstellungen, die häufige Missverständnisse mit Teams aus anderen Märkten vermeiden:

  1. Es ist eine Haftpflichtpolice, keine „No-fault“-Versicherung. Sie deckt die studienbedingten Schäden und die Verteidigung innerhalb der Grenzen des Vertrags. Bei der Abstimmung mit Programmen aus Ländern, die nach No-fault-Logik funktionieren – etwa der deutschen Probandenversicherung nach dem Arzneimittelgesetz –, muss dieser Unterschied ausdrücklich festgehalten werden.
  2. Ausschlüsse zählen. Üblicherweise ausgeschlossen sind Schäden ohne Bezug zur Studie, Schäden aus vorsätzlicher Abweichung vom Prüfplan, Vorsatz und das, was der jeweilige Vertrag definiert. Das ist ein Punkt zum Lesen, nicht zum Vermuten.
  3. Deckungen, Summen und Selbstbehalte variieren je Versicherer. Zwei Policen mit derselben Prämie können Unterschiedliches liefern; verglichen wird anhand der Bedingungen.

Lokale Police vs. globale Master-Police

Die meisten internationalen Sponsoren halten bereits eine globale Master-Police. In Brasilien wird jedoch in der Regel eine im Land ausgestellte, zugelassene Police erwartet, um dem Ethiksystem und der lokalen Regulierung zu genügen. Beide Programme werden aufeinander abgestimmt, sodass Summen und Bedingungen konsistent sind und keine Lücken zwischen lokaler und globaler Deckung entstehen – die lokale Police wirkt als brasilianische Schicht des Programms, mit Differenz-von-Bedingungen- und Differenz-von-Limits-Mechanik, wo es passt. Mehr dazu in Brauchen Sie eine lokale Police für eine klinische Studie in Brasilien?.

Wer versichert sein sollte

  • Sponsor – trägt die primäre Pflicht, Versorgung und Entschädigung zu garantieren. In den meisten Studien schließt er die Deckung ab, oft über die CRO, die ihn vertritt.
  • CRO – kann je nach Vertrag als Versicherte benannt werden.
  • Prüfzentrum / Institution – Krankenhäuser, Kliniken und Universitäten, an denen die Studie läuft.
  • Hauptprüfer und Team – die Fachkräfte, die den Prüfplan durchführen.

Versicherungsnehmer, Versicherte und Begünstigte korrekt zu definieren ist einer der sensibelsten Punkte des Prozesses – und sollte zusammen mit der Frage, wie die lokale Police mit dem Master-Programm zusammenspielt, vor Studienbeginn geklärt werden.

Versicherungssumme und Prämie

Jede Studie wird einzeln bewertet. Am stärksten wiegen:

  • Studienphase und Profil der Intervention (Wirkstoff, Medizinprodukt, Verfahren);
  • Teilnehmerzahl in Brasilien und in der gesamten Studie;
  • Zentren und beteiligte Länder;
  • Studiendesign und Dauer;
  • Entschädigungssummen, die die Ethikkommission, der Sponsor oder das Master-Programm verlangen.

Für eine erste Größenordnung hilft unser Rechner für die Versicherungssumme in der klinischen Forschung (auf Portugiesisch), bevor die formale Anfrage gestellt wird.

Wann und wie anfragen

Die Zeichnung eines Risikos der klinischen Forschung braucht Zeit, und der Kalender der Ethikkommission wartet nicht. Klug ist, die Anfrage zu starten, sobald Prüfplan und Zentrenliste feststehen, damit die Police vor der Einreichung oder spätestens vor der Freigabe ausgestellt ist.

Für ein Angebot sollten Sie bereithalten:

  • Prüfplan oder Synopse, Phase und geplante Teilnehmerzahl in Brasilien;
  • Liste der Zentren und Hauptprüfer;
  • Identifikation von Sponsor und CRO sowie die Verträge, die die Verantwortlichkeiten regeln;
  • Von der Ethikkommission, vom Sponsor oder vom Master-Programm geforderte Summen;
  • Falls vorhanden, die globale Master-Police, mit der die lokale abgestimmt werden soll.

Warum NeuCorr

NeuCorr Seguros ist ein bei der SUSEP (der brasilianischen Versicherungsaufsicht) registrierter brasilianischer Versicherungsmakler mit Spezialisierung auf Risiken der klinischen Forschung. Wir arrangieren lokal zugelassene Policen bei führenden brasilianischen Versicherern, stimmen sie über internationale Rückversicherer mit Ihrem globalen Programm ab und begleiten Sie von der Ethikeinreichung bis zur Schadenregulierung – auf Deutsch, Englisch oder Portugiesisch. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Produktseite zur Versicherung für klinische Studien (auf Portugiesisch) und, für den Marktkontext, im Leitfaden zum brasilianischen Versicherungsmarkt für ausländische Unternehmen (auf Englisch) – oder kontaktieren Sie unser Team.

Dieser Inhalt dient der Information und ersetzt keine spezifische rechtliche, regulatorische oder versicherungsbezogene Beratung für Ihre Studie. Vorschriften und ihre Durchführungsbestimmungen können sich ändern; prüfen Sie immer die geltende Fassung.

FAQ

Ist eine Versicherung für klinische Studien in Brasilien Pflicht?
Es gibt kein Gesetz, das das Wort „Versicherung“ isoliert vorschreibt, aber das brasilianische Ethiksystem (CEP/CONEP) und das Gesetz 14.874/2024 verpflichten den Sponsor, den Teilnehmern bei studienbedingten Schäden Versorgung und Entschädigung zu garantieren. In der Praxis ist eine lokale Versicherungspolice der übliche Nachweis dieser finanziellen Garantie und häufig Voraussetzung für die Ethikfreigabe.
Brauchen wir eine lokale brasilianische Police, wenn wir bereits eine globale Master-Police haben?
In der Regel ja. Auch wenn ein multinationaler Sponsor im Ausland eine globale Master-Police hält, wird für das CEP/CONEP-System und die lokale Regulierung meist eine in Brasilien ausgestellte, zugelassene Police erwartet. Beide Programme werden aufeinander abgestimmt, damit die Deckung konsistent ist und keine Lücken entstehen.
Was deckt die Versicherung für klinische Studien in Brasilien?
Im Kern die Gesundheitsschäden der Teilnehmer, die aus der Studienteilnahme entstehen – einschließlich der medizinischen Versorgung und der im Prüfplan vorgesehenen Entschädigungen – sowie die Haftpflicht von Sponsor und Prüfarzt gegenüber Dritten, mit den zugehörigen Verteidigungskosten. Deckungen, Summen und Ausschlüsse variieren je nach Police und Versicherer.
Ist die brasilianische Police eine „No-fault“-Versicherung?
Nein. Die in Brasilien übliche Police ist eine Haftpflichtversicherung: Sie deckt die studienbedingten Schäden der Teilnehmer, die Versorgungskosten und die Verteidigung innerhalb der Grenzen und Bedingungen des Vertrags. Das sollte klar sein, wenn sie mit Programmen aus Märkten abgestimmt wird, die nach No-fault-Logik funktionieren.
Muss die Police in Brasilien, auf Portugiesisch und in Reais ausgestellt werden?
Ja, als Regel. Ein in Brasilien belegenes Risiko wird im zugelassenen Markt versichert: Die lokale Police stellt ein von der SUSEP autorisierter Versicherer aus, auf Portugiesisch und in brasilianischen Reais. Sie kann mit einem globalen Master-Programm abgestimmt werden, aber für die brasilianische Studie gelten die Bedingungen der lokalen Police. Wir liefern Zusammenfassungen auf Deutsch oder Englisch, damit Ihr globales Team die Deckung prüfen kann.
Wer ist versichert – Sponsor, CRO, Prüfzentrum oder Prüfarzt?
Die primäre Pflicht zur Entschädigung liegt beim Sponsor, aber CRO, Prüfzentrum/Institution und Hauptprüfer können je nach Vertragsstruktur als Versicherte benannt werden. Versicherungsnehmer, Versicherte und Begünstigte korrekt zu definieren ist entscheidend, um Deckungslücken zu vermeiden.
Wann muss die Police abgeschlossen werden?
Vor der Einreichung bei der Ethikkommission oder spätestens vor der Freigabe: Die CEPs erwarten, dass die Garantie für den Teilnehmer in den Unterlagen dokumentiert ist. Da die Zeichnung eines Forschungsrisikos Zeit braucht – Phase, Teilnehmerzahl, Profil der Intervention und Zentren werden einzeln bewertet –, sollte die Anfrage gestartet werden, sobald Prüfplan und Zentrenliste feststehen.
Wie wird die Prämie berechnet?
Jede Studie wird einzeln bewertet. Faktoren wie Studienphase, Teilnehmerzahl, Profil des Prüfprodukts, beteiligte Länder, Studiendesign und die gewünschten Entschädigungssummen beeinflussen die Prämie. Unser Rechner für die Versicherungssumme liefert eine erste Größenordnung.
Was brauchen wir für ein Angebot?
Den Prüfplan oder seine Synopse, Phase und geplante Teilnehmerzahl in Brasilien, die Liste der Prüfzentren, die Identifikation von Sponsor und CRO, die Verträge, die die Verantwortlichkeiten regeln, die von der Ethikkommission oder vom Sponsor geforderten Summen und – falls vorhanden – das globale Master-Programm, mit dem die lokale Police abgestimmt werden soll.
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